Wie ungeschickt kann frau sich anstellen!
Es sei vorausgeschickt, was ich im Laufe der Schulung gelernt habe: Bei Schweizer Verkehrsbetrieben wird Sicherheit großgeschrieben. Es sind DREI Sicherungen vorgeschrieben, damit nicht die Tür eines Fahrzeugs geschlossen wird, wenn sich noch ein Fahrgast im Türbereich befindet.
Immerhin habe ich heute früh für Erheiterung der Schulungsteilnehmer gesorgt.
Ich habe einfach mal mein Wochenende beschrieben: Arbeit, Erkältung, und dann wollte ich einfach mal zwei Stunden Pause machen. Auf dem Weg zum See bin ich so nett, hinter einem Wagen langzugehen, der gerade aus einer Tiefgarage kommt und ging unter die schließende Schranke. Ich glaube, ich bin so halb zu Boden gegangen, mir tut nichts weh, aber eine Passantin kommt ganz besorgt angelaufen. Die Parkhausschranke hat mir auf den Kopf geschlagen und, vielleicht weil ich mich unbewußt wegwenden wollte, das rechte Jochbein getroffen. Sie ist ganz entsetzt: «Das blutet». Aus dem Hotel kommt sofort jemand angelaufen. Außer einer Beule auf dem Kopf und einem kleinen Kratzer im Gesicht fehlt mir aber nichts. Immerhin komme ich in den Genuß, mich in der Lobby (allerdings am Hintereingang, denn die Tiefgarage führt leider nicht nach vorn) des Grand Hotel Kempinski bei einem Glas Wasser vom Schreck erholen zu dürfen.
Meine neueste Disziplin: Intensivschminken des rechten Auges, denn es ist bereits jetzt auffallend blaurot.
Kommentar der Schulungsteilnehmer: «Die brauchen bessere Sensoren, wenn deren Schranken so gefährlich sind.»