Mittwoch, 10. Oktober
Vom Dolmetschen nichts Neues.
Der Vortrag läuft immer besser, wird allerdings jeden Tag ad hoc verändert.
Weil ich inzwischen zwei Tage lang gesehen habe, welche Fehler die Monteure, Elektriker oder Mechaniker beim Durchgehen des Programms machen, konnte ich heute immerhin eine Stunde lang anhand der Dokumentation die Praxis einer Gruppe allein überwachen bzw. aufpassen, was das Team gemacht hat und auf Fehler hinweisen. Ehrlich gesagt, ich habe sie erst mal machen lassen und mich gefreut, wenn sie irgendwas im Ablauf übersehen haben und nach fünf Minuten nicht mehr weiter wußten.
Es wurde bereits zum zweiten Mal festgestellt, daß ich am Ende der 14 Tage einen Blaumann kriege und gleich dableiben darf, weil ich ja dann ja alles auswendig kann.
Die Schulung hier in Genf ist für die Mitarbeiter sehr intensiv. Ich könnte mir das bei einem deutschen Unternehmen nie so vorstellen.
Von deutscher Seite der Techniker und ich. Er nimmt allerdings auch fertige Fahrzeuge ab und repariert und baut ein, wenn kleinere Aufgaben anstehen. Heute war ein weiterer Monteur dabei, der aber noch mehrere Fahrzeuge fertigstellen mußte.
Von Schweizer Seite haben wir den Projektleiter, der früh den Einführungsvortrag hält, dann zwei „Cheftechniker“, die die Sensoren und die dazugehörige Software kennen und die Schulung am Nachmittag anleiten und vier bis fünf Monteure, die geschult werden. Nachmittags kommen also auf zwei, maximal drei Monteure/Elektriker ein Laptop mit allen Programmen, ein Schweizer Erklärer/Anleiter und insgesamt ein deutscher Techniker und eine Dolmetscherin.
Jeder Teilnehmer muß also das gesamte Praxisprogramm einmal durchlaufen. Das grenzt an Einzelunterricht!
Es ist natürlich klar, daß niemand alles im Gedächtnis behalten kann, was er an einem Tag lernt. Dafür gibt es außerordentlich ausführliche Handbücher bzw. Anleitungen. Und für besonders üble Probleme gibt es natürlich den Zweijahres-Service-Vertrag mit dem Hersteller.